Ein 52-jähriger Arbeiter wurde am 24. März 2025 in Wien-Liesing durch einen herabfallenden Kanaldeckel getötet, nachdem die Baustelle nicht ordnungsgemäß abgesichert war.
Das Bezirksgericht Liesing verurteilte den verantwortlichen Polier zu drei Monaten bedingter Haft wegen fahrlässiger Gefährdung. Laut Gericht habe es 'keine ordnungsgemäße Absicherung im Gefahrenbereich gegeben. Es wurden kein Gefahrenzeichen 'Baustelle' und keine Blinkleuchten angebracht'. Das sei 'nicht richtlinienkonform' und entspreche nicht 'dem Stand der Technik'.
Der tragische Unfall ereignete sich in der Karl-Krestan-Gasse, wo der Arbeiter bei Kanalarbeiten beschäftigt war. Zeugen berichteten von einem 'dumpfen Aufprall' und beschrieben, wie sich ein Auto angehoben habe. Ein Augenzeuge kritisierte die schlechte Sichtbarkeit der Unfallstelle: 'Das war ein Wahnsinn. Die Unfallstelle ist generell sehr schlecht einsehbar.'
