Eine Gruppe gegen Armut hat einen eigenen Gesetzentwurf für die Sozialhilfe in Österreich vorgestellt – mit Ideen für schnellere Hilfe und weniger Bürokratie.
Die Armutskonferenz, ein Zusammenschluss von Sozialorganisationen, hat ein 20 Seiten langes Papier vorgelegt. Darin steht, wie die Sozialhilfe in Österreich ihrer Meinung nach besser werden könnte. Sozialministerin Korinna Schumann von der SPÖ will das Gesamtpaket, das die Regierung "Sozialhilfe NEU" nennt, im Jänner 2027 starten. Aktuell wird aber noch darüber verhandelt, wie genau das Gesetz aussehen soll.
Ein Hauptpunkt: Hilfe soll viel schneller kommen. Wer in eine Notlage gerät, soll nicht drei Monate auf eine Entscheidung warten müssen. Die Behörden sollen von sich aus aktiv werden, sobald sie von einer schwierigen Situation erfahren – zum Beispiel wenn eine Familie ihre Miete nicht mehr zahlen kann. Auch eine Soforthilfe und eine Überbrückungshilfe für Menschen, die gerade gar keine andere Unterstützung bekommen, sind vorgeschlagen.
