Eine neue Studie aus England zeigt: Das Eis in der Arktis schrumpft weiter, viel stärker als man zuletzt dachte.
Stell dir vor, du schaust dir Satellitenbilder von der Arktis an. Forschende aus Großbritannien haben genau das getan und dabei herausgefunden: Im Winter 2024/2025 ging so viel Meereis verloren wie nie zuvor seit Beginn der Messungen im Jahr 1978. Allein in der Wachstumsphase, also von November bis Januar, fehlten 720.000 Quadratkilometer Eis im Vergleich zum Jahr davor. Das ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Im Winter 2025/2026 wurde mit 11,3 Millionen Quadratkilometern sogar ein neuer Tiefstwert erreicht.
Viele Leute hatten in den letzten Jahren gedacht, der Rückgang würde sich vielleicht verlangsamen oder sogar stoppen. Aber die Forschenden um Duo Chan von der University of Southampton sagen: Diese scheinbare Pause war nur eine kurze Verschnaufpause. Chan sagt klar: Kurzzeitige Besserungen können die langfristige Richtung der Veränderungen des arktischen Meereises zeitweilig verdecken. Das heißt: Insgesamt geht der Eisverlust weiter, auch wenn einzelne Jahre mal etwas weniger schlimm aussehen.
