Ein Team aus den USA hat eine Idee: Sie wollen mit extra reflektierenden Wolken den El Niño etwas bremsen.

El Niño ist ein Klimamuster im Pazifik, das alle paar Jahre auftritt. Dabei wird das Wasser an der Oberfläche wärmer als normal, und auf der ganzen Welt passieren mehr Wetterextreme wie Hitzewellen, Stürme oder Dürren. Aktuell baut sich laut Forschern wieder ein besonders starker El Niño auf. Die Idee des Teams um Jessica Wan von der University of California San Diego: Über dem östlichen Pazifik am Äquator künstlich Wolken erzeugen, die mehr Sonnenlicht zurück ins All schicken. So soll das Wasser dort weniger stark aufheizen.

Wichtig zu wissen: Das Ganze ist bisher nur eine Simulation und ein Vorschlag, der im Fachmagazin Science Advances steht. Die Forscher haben starke El-Niño-Ereignisse von 1997 und 2015 am Computer nachgerechnet. In den Modellen wären die Folgen dieser Ereignisse mit den künstlichen Wolken schwächer ausgefallen. Allerdings: Über die Nachwirkungen, also die La-Niña-Phasen danach, sind die Ergebnisse gemischt. Nach 2015/16 hätten die Wolken den Abkühlungseffekt verstärkt, nach 1997/98 kaum.