Argentinien hat das WM-Viertelfinale gegen die Schweiz mit 3:1 nach Verlängerung gewonnen und steht nun im Halbfinale gegen England.

Die Schweiz hat ihr WM-Viertelfinale gegen Argentinien in Kansas City mit 1:3 nach Verlängerung verloren. Nach 90 Minuten stand es 1:1, also musste das Spiel um 30 Minuten verlängert werden. „Verlängerung“ bedeutet einfach, dass beide Mannschaften weiter spielen, bis eine Entscheidung fällt. Am Ende traf Argentinien noch zwei Mal.

Das erste Tor für Argentinien fiel schon in der 10. Minute durch Alexis Mac Allister nach einer Ecke von Lionel Messi. „Ecke“ ist ein spezieller Freistoß von der Seitenlinie des Spielfelds. Die Schweiz kämpfte weiter und glich in der 67. Minute durch Dan Ndoye aus. Damit stand es 1:1 und das Spiel ging in die Verlängerung.

In der 72. Minute bekam der Schweizer Spieler Breel Embolo eine Gelb-Rote Karte. Das bedeutet: Er musste vom Platz, weil er eine zweite Verwarnung bekam. Schiedsrichter entscheiden das mithilfe von Videobildern, einer Technik namens „VAR“. Embolo hatte den Schiedsrichter durch eine Schwalbe getäuscht – das ist ein absichtliches Hinfallen, um einen Elfmeter oder Freistoß zu bekommen. Das ist im Fußball nicht erlaubt.

Danach hatte Argentinien einen Spieler mehr auf dem Feld und nutzte das aus. Julián Álvarez traf in der 110. Minute und Lautaro Martínez in der 121. Minute zum Endstand. Mit dem Sieg zieht Argentinien ins Halbfinale gegen England ein.

Für die Schweiz war das Turnier trotzdem ein großer Erfolg: Sie erreichte zum ersten Mal seit 1954 wieder ein WM-Viertelfinale. Trainer Murat Yakin war nach dem Spiel „unglaublich stolz“ auf seine Mannschaft, auch wenn die Enttäuschung über die Niederlage natürlich groß war.