Unbekannte greifen in mehreren Städten Umspannwerke und Stromkabel an – Zehntausende Haushalte fallen im Dunkeln aus, und die Polizei sucht weiter nach den Tätern.

Was ist passiert? Seit Monaten brennen in Deutschland Kabelbrücken und Umspannwerke. In Berlin fiel Anfang Januar der Strom für rund 45.000 Haushalte aus, in Reutlingen waren etwa 40.000 Menschen betroffen. Eine Gruppe namens "Vulkangruppe – Den Herrschenden den Saft abdrehen" hat sich zu mehreren Taten bekannt. Die Täter kommen nach Einschätzung der Ermittler aus dem linksextremistischen Milieu. Auf einer Internet-Plattform namens "Switch off" werden offen Bauanleitungen für Brandsätze und Tipps zum Vermeiden von DNA-Spuren geteilt. Das BKA zählt inzwischen 13 Anschläge, die den Vulkangruppen zugerechnet werden.

Wer hilft? Wenn der Strom ausfällt, rücken Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und sogar die Bundeswehr an. In Berlin richteten sie Notunterkünfte ein und sorgten mit Notstromaggregaten dafür, dass Pflegeheime ihre medizinischen Geräte weiter betreiben konnten. Wegen Terrorverdachts hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Für Hinweise, die zu den Tätern des Berliner Anschlags führen, ist eine Belohnung von einer Million Euro ausgesetzt.