In Deutschland brennen immer wieder Teile des Stromnetzes – und der Chef des größten Verteilnetzbetreibers E.ON erklärt, warum man das nie ganz verhindern kann.
In Reutlingen hat es vor kurzem an einem Umspannwerk gebrannt, in Berlin wurden im September zwei Strommasten und im Januar Kabel auf einer Kabelbrücke angezündet. Die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus. Solche Anschläge legen das Stromnetz für mehrere Tage lahm – das heißt, in manchen Stadtteilen geht für Tage das Licht aus.
E.ON-Chef Leonhard Birnbaum hat der Nachrichtenagentur dpa erklärt, was man dagegen tun kann. E.ON betreibt rund 700.000 Kilometer Stromleitungen – ein Drittel des ganzen Netzes in Deutschland. Das ist so lang, als könnte man 17-mal um die Erde laufen. Alles gleichzeitig zu bewachen, geht laut Birnbaum nicht. Er vergleicht das mit dem Schutz vor Einbrechern: Man kann es ihnen schwer machen, aber unmöglich machen kann man es nie.
