Im letzten Jahr sind in Deutschland viel mehr Straftaten gegen wohnungslose Menschen gezählt worden als zuvor – die Linke im Bundestag fordert deshalb besseren Schutz.
Was ist passiert? Die Polizei hat im Jahr 2025 insgesamt 2.563 Straftaten gegen Menschen ohne festen Wohnsitz registriert. Das sind fast 17 Prozent mehr als im Jahr davor, in dem es ungefähr 2.200 Fälle waren. Am häufigsten betroffen waren wohnungslose Männer, aber auch in über 500 Fällen wurden Frauen Opfer. Die meisten Vorfälle passierten in Berlin, danach folgten Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die Linken-Politikerin Sahra Mirow sagte dazu der Zeitung Rheinische Post: "Wir erleben auf unseren Straßen derzeit eine beispiellose Gewalteskalation gegen wohnungslose Menschen."
Wer hilft? Die Zahlen stammen aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken im Bundestag. Das bedeutet: Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben direkt nachgefragt, wie es wohnungslosen Menschen auf der Straße geht. Die Linke benennt das Problem damit öffentlich und will erreichen, dass Politik und Behörden genauer hinschauen. Auch Hilfsorganisationen, die wohnungslose Menschen vor Ort unterstützen, können die Daten nutzen, um auf Missstände aufmerksam zu machen.
