Die Bundesregierung will, dass Verleih-Firmen für Schäden durch E-Scooter haften – auch wenn sie selbst keine Schuld haben.

Seit sieben Jahren darf man in Deutschland E-Scooter fahren, auch welche, die man leihen kann. Im letzten Jahr gab es über 12.000 Unfälle und brenzlige Situationen mit Rollern. Oft bleibt die Frage offen: Wer muss eigentlich zahlen, wenn jemand hinfällt oder ein Auto beschädigt wird? Genau das will die Regierung jetzt ändern.

Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt. Die Idee: Firmen wie dott, lime oder Bolt sollen in Zukunft für Schäden haften, die mit ihren Rollern passieren – auch wenn sie den Unfall nicht selbst verschuldet haben. Wer geschädigt wird, soll sich direkt an die Firma oder deren Versicherung wenden können. Heute müssen die Verleiher nicht haften, und viele Betroffene bleiben auf ihren Kosten sitzen.