Ab dem 12. Juni 2026 gilt in der EU ein neues Asylsystem. Hilfsorganisationen sagen: Es kann krank machen.
Was ist passiert? Ab dem 12. Juni 2026 müssen alle EU-Länder das neue Asylsystem anwenden. Das bedeutet: Menschen, die in der EU Schutz suchen, sollen ihr Asyl oft direkt an der Außengrenze in einem Schnellverfahren erklären. Viele von ihnen können dann direkt in Haftzentren untergebracht werden, während ihr Antrag geprüft wird. Politikerinnen und Politiker in Brüssel und Berlin sagen, das System zeige, dass die EU handeln kann.
Wer hilft? Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat viel Erfahrung mit der Versorgung von Geflüchteten. Sie warnt, dass die Haft die Gesundheit der Betroffenen zusätzlich gefährdet, weil viele schon durch Krieg und Flucht traumatisiert sind. Eine Person mit dem Namen Suttner sagte, „die Praktiken in Anhaltezentren [sind] vielfach härter, als es die Gesetze vorsehen". Die Organisation fordert, dass Familien und Kinder nicht unnötig eingesperrt werden und medizinische Hilfe bekommen.
