In Berlin soll bald ein großes digitales Register zeigen, welche Mieten zu hoch sind – rund 1,8 Millionen Mietverträge sind betroffen.

Stell dir vor, du suchst eine Wohnung in Berlin und weißt nicht, ob die Miete fair ist. Genau dabei soll dir bald ein neues Register helfen: das Mietenkataster. Die Berliner Regierung plant, dass darin alle Mietwohnungen der Stadt erfasst werden, also etwa 1,8 Millionen Verträge. Eingetragen werden Adresse, Wohnfläche, Anzahl der Zimmer und die Nettokaltmiete. So kannst du später prüfen, ob deine Miete im Rahmen liegt oder zu hoch ist.

In Berlin gilt schon heute die Mietpreisbremse: Eine neue Wohnung darf nicht mehr als zehn Prozent teurer sein als vergleichbare Wohnungen in der Umgebung. Liegt die Miete mehr als 20 Prozent darüber, gilt sie als überhöht und kann als Ordnungswidrigkeit bestraft werden. Ab 50 Prozent spricht man von Wuchermiete, und dann kann sogar die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden. SPD-Politiker Raed Saleh sagt: Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten.