Im Bundestag wurde über ein neues Gesetz debattiert, das regelt, wie wir in Zukunft unsere Häuser heizen.

Stell dir vor, du musst dir eine neue Heizung kaufen. Bisher galt: 65 Prozent der Energie muss aus erneuerbaren Quellen kommen, zum Beispiel aus einer Wärmepumpe. Die neue Regierung aus CDU/CSU und SPD will diese Regel jetzt streichen. Stattdessen soll es eine Art Stufenplan geben, die sogenannte Biotreppe. Ab 2028 müssen Gasversorger einen bestimmten Anteil an grünen Gasen liefern, das ist die Grüngasquote. Das bedeutet: Du könntest weiter eine Gas- oder Ölheizung einbauen, sie muss aber ab 2029 nach und nach klimaneutralere Brennstoffe nutzen, etwa Biomethan.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sagt: Die Wärmepumpe bleibt trotzdem die wichtigste Technik, weil sie langfristig günstig ist. Bauministerin Verena Hubertz ergänzt, dass das alte Gesetz ein „Bauplan" war, der in der Praxis nicht funktioniert habe. Für Mieterinnen und Mieter soll es eine Kostenbremse geben: Wenn der Vermieter eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, werden die Risiken aus Netzkosten, CO2-Preis und Biogas zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt. Für Gewerbemieter wie Bäckereien oder Friseursalons gilt diese Aufteilung allerdings nicht.