Der österreichische Maschinenbaukonzern Andritz streicht bei seiner deutschen Tochter Schuler in Göppingen 500 Stellen und reagiert damit auf eine schwache Auftragslage.

Schuler baut Maschinen, mit denen Autoteile aus Blech geformt werden, und stellt auch Ausrüstung für die Produktion von Autobatterien her. Viele Autofirmen bestellen gerade weniger, deshalb hat Schuler schon in den letzten Jahren über 2.000 Stellen abgebaut. Jetzt kommen 500 weitere Jobs weg. Andritz sagt, das Unternehmen solle so aufgestellt werden, dass es auch dann Geld verdient, wenn der Markt kleiner wird.

Andritz-Chef Joachim Schönbeck macht sich Sorgen um den freien Handel zwischen Ländern. Wenn Regierungen höhere Zölle auf Waren aus anderen Ländern erheben, müssen Firmen wie Andritz ihre Preise anpassen oder weniger verkaufen. Schönbeck hofft, dass sich die Lage bis Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres wieder bessert. Gleichzeitig sieht er neue Chancen: Rechenzentren brauchen viel Strom, und Andritz baut Anlagen für Wasserkraftwerke – ein Geschäft, das wachsen soll.