Forscherinnen und Forscher der Uni Innsbruck untersuchen 250 Amseln in der Stadt, um zu sehen, wie das Stadtleben die Tiere verändert.
Stell dir vor, du fängst 250 Amseln – aber nur ganz sanft mit einem Netz, misst sie und lässt sie wieder frei. Genau das machen gerade Studierende und Forschende der Uni Innsbruck. An 50 Orten in der Stadt – vom Waldrand bis in die Innenstadt – stellen sie feine Netze auf. Wenn sich eine Amsel darin verfängt, befreien sie das Tier und schauen es sich genau an. „Wenn sich eine Amsel darin verfängt, befreien wir sie aus dem Netz und nehmen unsere Messungen vor“, sagt ein Student aus dem Team.
Dabei wird zum Beispiel geschaut, wie lang der Schnabel ist, wie schwer der Vogel ist und wie groß seine Flügel sind. Es wird auch eine kleine Feder für eine Genanalyse entnommen. So wollen die Forschenden herausfinden, ob sich Stadtamseln genetisch von Waldamseln unterscheiden und ob sie mehr Schwermetalle im Körper haben. „Höhere Temperaturen in den Städten ermöglichen den Vögeln etwa einen früheren Brutbeginn und auch das Nahrungsangebot im Winter ist gesicherter“, erklärt Studienleiter Florian Steiner. Aber es gibt auch Schattenseiten: weniger Grün, mehr Beton, mehr Abgase.
