Aida Cruises feiert 2026 seinen 30. Geburtstag und hat den deutschen Kreuzfahrtmarkt mit einem einfachen Trick verändert: Kreuzfahrten wurden für ganz normale Leute erschwinglich.

Die Geschichte von Aida beginnt in der DDR. Damals gab es die Deutsche Seereederei, eine staatliche Schifffahrtsfirma, die erst Frachtschiffe und später Urlaubsschiffe betrieb. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde die Firma privatisiert. 1999 gründeten die Briten von P&O zusammen mit dem deutschen Reiseveranstalter Arkona Touristik das Unternehmen Aida Cruises. Später kaufte der US-Riese Carnival Corporation alles auf. Heute gehört Aida zum größten Kreuzfahrtkonzern der Welt, fährt aber unter italienischer Flagge, weil die Schwesternfirma Costa in Italien sitzt.

Vor 30 Jahren, im Jahr 1996, wurde das erste deutsche Clubschiff „Aida" getauft. Clubschiff bedeutet: Animation, Unterhaltung und Buffet rund um die Uhr – ähnlich wie in einem Cluburlaub an Land. Davor waren Kreuzfahrten in Deutschland etwas für reiche, ältere Leute. Der Bremerhavener Forscher Alexis Papathanassis sagt: „Animation auf dem Schiff, wer will das?" So haben viele damals gedacht. Heute lachen wir darüber, denn das Konzept ist voll aufgegangen.