Die EU hat den Shopping-Riesen Temu zu einer Rekordstrafe verdonnert, weil auf der Plattform zu viele illegale und gefährliche Produkte landen.
Was ist passiert? Die EU-Kommission hat Temu eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro aufgebrummt. Der Vorwurf: Temu hat viel zu wenig dagegen getan, dass Händler auf seiner Plattform gefälschte, giftige oder gefährliche Waren verkaufen. Bei Testkäufen fanden Prüfer zum Beispiel Ladegeräte, die bei Sicherheitstests durchfielen, und Babyspielzeug mit schädlichen Chemikalien oder Kleinteilen, an denen Kinder ersticken könnten. Die Chefin der EU-Digitalaufsicht, Henna Virkkunen, sagte, Temu habe die Risiken nicht ernst genug genommen und sich nicht an die europäischen Digitalgesetze gehalten.
Wer hilft? Die EU-Kommission hat nicht nur die Strafe verhängt, sondern zwingt Temu jetzt zu einem klaren Plan. Bis Ende August muss das Unternehmen genau zeigen, wie es die illegalen Produkte in Zukunft von der Plattform fernhält. Ein unabhängiges Expertengremium prüft diesen Plan dann. Außerdem laufen schon länger Untersuchungen von Verbraucherschutzorganisationen, die solche gefährlichen Produkte aufdecken. Auch andere große Shopping-Plattformen werden von der EU kontrolliert – Temus Konkurrent Shein steht zum Beispiel wegen eines süchtig machenden Designs in der Kritik.
