Zwei große Banken aus Österreich und Slowenien wollen die in Wien sitzende Addiko Bank kaufen und senken dafür ihre Bedingungen.
Die Addiko Bank ist 2016 aus dem Osteuropa-Geschäft der früheren Hypo Alpe Adria entstanden. Sie betreut vor allem Privatkunden sowie kleine und mittelgroße Firmen in Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro und Rumänien. Die Konzernzentrale sitzt in Wien, der Kurs der Aktie lag zuletzt bei 26,80 Euro.
Jetzt werben zwei Banken gleichzeitig um die Aktionäre: Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) bietet 26,50 Euro pro Aktie und hat die gesetzliche 50-Prozent-Schwelle bereits überschritten. Die slowenische NLB hat ihre Bedingung von 75 Prozent auf über 50 Prozent gesenkt, um den Wettbewerb zu erleichtern. Die Aktionäre können sich also noch entscheiden, an wen sie ihre Anteile verkaufen.
Ende Juni hat die Führung der Addiko Bank – also Vorstand und Aufsichtsrat – ihre ursprüngliche Empfehlung für das RBI-Angebot zurückgezogen und ist jetzt neutral. Das bedeutet: Das Management bevorzugt keinen der beiden Bieter mehr, sondern lässt die Aktionäre selbst entscheiden. Die Frist für die Annahme läuft am 16. Juli um 17.00 Uhr, die NLB hat zudem eine Verlängerung beantragt.
