Frankreichs Fußball-Nationaltrainer Didier Deschamps hat gesagt, dass Profis im Fußball zu viel spielen müssen und dass die Gefahr eines Burn-outs dadurch steigt.

Was ist passiert? Didier Deschamps, der Trainer der französischen Nationalmannschaft, hat in einem Interview mit der Zeitung „Welt am Sonntag" über die Belastung im Fußball gesprochen. Er sagt: Der Kalender für Top-Spieler ist voll, und es werden immer mehr Spiele. Dazu kommen neue Turniere wie die Klub-WM und mehr Spiele in der Champions League. Bei der kommenden WM in den USA, Kanada und Mexiko spielen 48 Mannschaften, insgesamt sind es 104 Spiele. Deschamps findet, dass die Pausen zwischen den Spielen und die Vorbereitung für Turniere immer kürzer werden. Deshalb warnt er: „Die Gefahr eines Burn-outs ist deshalb nicht wegzudiskutieren."

Wer hilft? Deschamps sagt, dass Vereine und Verbände genauer hinschauen müssen, wie es den Spielern geht. Körperliche Müdigkeit kann man heute messen, sagt er. Aber wie es in der Psyche eines Spielers aussieht, das kann man nicht einfach mit Zahlen erfassen. Er fordert, dass man Spieler besser schützt und auf sie aufpasst. Auch andere Trainer, Sportärzte und Psychologinnen und Psychologen reden inzwischen verstärkt darüber, wie man den Kalender gerechter machen kann.