Die Fußball-WM 2026 in den USA startet mitten in der Gewittersaison – und gleichzeitig steht das Turnier wegen vieler Sportwetten-Werbung in der Kritik.

Die Fußball-WM 2026 läuft vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA – und das ausgerechnet in der Zeit, in der dort die meisten Gewitter auftreten. An mehreren Spielorten, auch in Houston, wo Deutschland am Sonntag gegen Curacao spielt, kann es heftig krachen. Wenn ein Blitz in der Nähe eines Stadios eingeschlagen hat, wird das Spiel sofort unterbrochen. Dann läuft ein 30-Minuten-Countdown, und bei einem weiteren Blitz beginnt er wieder von vorn. Das ist nicht nur Theorie: Das letzte Testspiel Englands begann wegen eines Gewitters mit einer Stunde Verspätung, und Saudi-Arabiens Test gegen Puerto Rico wurde für fast zwei Stunden unterbrochen.

Neben dem Wetter ist Werbung ein großes Thema. Das Bündnis gegen Sportwetten-Werbung warnt, dass Wettanbieter rund um die WM in Stadien, im Fernsehen und im Internet überall präsent sind. Mitgründer Markus Sotirianus kritisiert, dass ein Anbieter sogar Livestreams auf seiner Wettplattform zeigt – so werde Wetten mit einem angeblichen Mehrwert verknüpft. Er sagt: „Sportwetten seien Glücksspiel mit hohem Suchtpotenzial“ und fordert strengere Regeln zum Schutz von Spielerinnen und Spielern sowie von Jugendlichen. Er betont außerdem: „Wer sich für Fußball interessiere, könne ihr kaum noch ausweichen, so Sotirianus“. Das Bündnis will, dass Sportwetten-Werbung so streng behandelt wird wie Tabakwerbung. Die Anbieter selbst verweisen auf Sperrmechanismen und Limits – das Bündnis findet das aber zu wenig.