Bei der Fußball-WM 2026 gibt es in jedem Spiel Pflicht-Trinkpausen – und viele Sender nutzen die Zeit für Werbung.
Was ist passiert? Bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko werden die Spiele in der 22. und 67. Minute für drei Minuten unterbrochen. Das gilt für jedes Spiel, egal ob es draußen kalt oder heiß ist. Der Grund laut FIFA: Die Spieler sollen trinken und sich abkühlen. Beim Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika hat der Schiedsrichter diese Pausen tatsächlich angeordnet, obwohl es nicht extrem warm war. Viele Fans finden das unnötig und ärgern sich, weil die Sender die Pausen für Werbung nutzen. In den USA hat ein Sender zum Beispiel Spots für Energydrinks gezeigt und ist zu spät zurück ins Stadion geschaltet – das haben Zuschauer auf Social Media kritisiert.
Wer hilft weiter? Es gibt mehrere Stimmen, die sich für Veränderung einsetzen. Wissenschaftler aus den Bereichen Gesundheit und Klima haben die FIFA vor dem Turnier gewarnt, die Maßnahmen seien nicht streng genug. Sie fordern längere Pausen und klarere Regeln, wann Spiele wegen Hitze verschoben werden. Die Spielergewerkschaft FIFPro hat Grenzwerte vorgeschlagen: Trinkpausen ab 30 Grad und Spielabsagen ab 36 Grad. Auch Trainer Mauricio Pochettino von der US-Mannschaft hat sich deutlich geäußert und gesagt, der Fußball dürfe sich nicht zu „ein anderer Sport" entwickeln.
