Die Spritpreisbremse in Österreich läuft Ende Mai aus, und die Regierung kann sich nicht einigen, ob sie verlängert wird.

Die Spritpreisbremse ist eine Maßnahme, damit das Tanken von Benzin und Diesel weniger wehtut. Seit Anfang April gibt es zwei Dinge: Der Staat nimmt weniger Steuern auf den Sprit, und große Ölkonzerne müssen einen Teil ihres Gewinns direkt an der Zapfsäule weitergeben. Zusammen sind das 4,5 Cent weniger pro Liter.

Jetzt läuft diese Bremse bald aus. Die Partei SPÖ will sie behalten, weil sie findet, dass sie gut funktioniert – das sagt Philip Kucher, der Chef der SPÖ-Abgeordneten. Die ÖVP und die NEOS sind dagegen, denn sie wollen den Firmen nicht vorschreiben, wie viel sie verdienen dürfen. Wenn sie sich nicht einigen, wird das Tanken teurer.

Auch andere Leute mischen mit. Der ÖGB, also die Gewerkschaft, sagt, die Bremse müsse sogar noch stärker werden. Der Autofahrerklub ÖAMTC findet, nur die Steuererleichterung sollte bleiben. Der deutsche Ökonom Florian Neumeier warnt, dass billiger Sprit in einer Krise das Gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich nötig wäre, nämlich weniger Verbrauch.