Die weltweit größte Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eröffnet bald eine Zweigstelle in München – die erste außerhalb Israels.

Stell dir vor, du könntest Geschichte nicht nur aus Büchern lernen, sondern durch echte Geschichten von Menschen, die sie erlebt haben. Genau das will Yad Vashem in München möglich machen. Die Gedenkstätte aus Jerusalem plant ein Bildungszentrum, das die jüdische Perspektive auf den Holocaust stärker in den Mittelpunkt rückt.

Warum München? Die Stadt hat eine gute Lage und viele Bildungseinrichtungen, sagen die Planer. In etwa zwei bis drei Jahren soll es losgehen. Auch in Leipzig ist eine weitere Zweigstelle geplant, mit interaktiven Lernräumen für junge Leute wie dich.

Die Leiterin der Holocaust-Bildung bei Yad Vashem, Yael Richler-Friedman, erklärt: „Wir möchten ein größeres Bild in den Dialog der Erinnerungskultur in Deutschland einbringen.“ Das bedeutet, dass vor allem die Stimmen der Opfer gehört werden sollen – nicht nur die der Täter.