In Deutschland sind die Preise für den Bau neuer Wohnungen im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent gestiegen.
Das bedeutet: Wer heute ein Haus baut, muss für vieles mehr zahlen als noch vor einem Jahr. Besonders teuer sind Arbeiten am Dach und am Holz: Sie kosten 7,3 Prozent mehr. Auch das Ausheben der Baugrube, das Aufstellen von Heizungen und das Verlegen von Metallteilen sind teurer geworden. Beton- und Mauerarbeiten, die beim Bau den größten Anteil ausmachen, verteuerten sich um 3,6 beziehungsweise 3,8 Prozent.
Der Verband der Wohnungswirtschaft, kurz GdW, schlägt Alarm. Er sagt: Wegen der hohen Kosten werden in diesem Jahr wohl nur etwa 200.000 neue Wohnungen fertig. Gebraucht werden aber ungefähr 320.000 Wohnungen pro Jahr. Besonders in großen Städten wie Berlin, Hamburg oder München fehlt Wohnraum.
Was kannst du tun? Wenn du dich für das Thema interessierst, schau dich nach Initiativen um, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Viele Städte haben junge Gruppen, die sich politisch dafür stark machen. Auch ein Blick auf Berufe am Bau kann sich lohnen – Fachkräfte werden dringend gesucht.
