Kurz vor dem ersten Spiel der iranischen Mannschaft bei der WM in den USA eskaliert ein Streit um Visa – der Verband kritisiert FIFA-Chef Infantino.

Was ist passiert? Die iranische Nationalmannschaft spielt diese Woche ihr erstes WM-Spiel gegen Neuseeland – und zwar in den USA. Damit das iranische Team überhaupt ins Land durfte, brauchten die Spieler Visa. Die haben sie auch bekommen, aber erst sehr spät: erst zehn Tage vor dem Spiel. Außerdem mussten die Spieler ihr Vorbereitungscamp, also ihr Trainingslager, kurzfristig von Arizona in den USA nach Mexiko verlegen, weil es Probleme mit der Einreise gab.

Wer hilft? FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Mittwoch gesagt, die FIFA habe alles getan, damit der Iran bei der WM spielen kann. Er hat aber auch gesagt, dass die FIFA nicht entscheiden kann, wer in ein Land einreisen darf – das machen die USA selbst. Infantino hat den Iranern außerdem versprochen, dass alle Verbandsmitglieder, also Trainer, Betreuer und Funktionäre, zu den Spielen kommen dürfen. Der iranische Teamkoordinator Mahdi Mohammad Nabi sagt, dieses Versprechen ist bisher nicht eingelöst worden: 15 Offizielle haben kein Visum bekommen. Nabi hat auch gesagt, so schlecht sei die Organisation bei keiner WM gewesen, an der er dabei war – 2018 in Russland und 2022 in Katar sei alles besser gelaufen.