Dem 34-jährigen Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia wurde am Flughafen in Miami die Einreise in die USA verweigert – obwohl er ein gültiges Visum hatte.
Was ist passiert? Omar Artan wollte am Samstag von Istanbul nach Miami fliegen, um dort bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu pfeifen. Er gehört zu den 52 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, die FIFA für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nominiert hat. Am Flughafen in Miami wurde er aber von der Grenzschutzbehörde CBP zurückgewiesen. Artan ist der erste Somali, der überhaupt für eine WM nominiert wurde. In einem Interview mit Al Jazeera hatte er kurz zuvor noch gesagt: „Es ist für mich eine große Ehre, als erster Somali dabei zu sein.“ Wegen der Einreisesperre ist seine Teilnahme jetzt aber offen.
Wer hilft? Die Behörde CBP hat den Fall in einer Stellungnahme bestätigt, ohne Artan namentlich zu nennen. Sie begründet die Entscheidung mit „Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung“ und sagt, jede Einreise sei eine Einzelfallentscheidung. Das somalische Sportministerium erklärt dagegen, Artan habe ein gültiges Visum gehabt. Die FIFA hat sich bisher nicht geäußert. Damit ist offen, ob es noch eine Lösung für Artan gibt – etwa eine Sondergenehmigung oder einen diplomatischen Weg.
