In Mexiko streiken Lehrkräfte für mehr Geld – und das ausgerechnet eine Woche vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Was ist passiert? In Mexiko-Stadt haben Lehrerinnen und Lehrer in den letzten Tagen massiv protestiert. Sie stürmten das Bildungsministerium, warfen Fenster ein und legten teilweise Feuer. Auf einer großen Straße der Stadt kippten sie überdimensionale Fußballer-Figuren um, die für die WM aufgestellt worden waren, und zündeten sie an. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Die Eröffnung der WM am 11. Juni im berühmten Azteca-Stadion ist nur noch wenige Tage entfernt. Präsidentin Claudia Sheinbaum will das erste Spiel Mexiko gegen Südafrika aber nicht im Stadion, sondern auf einer großen Leinwand auf dem Zócalo-Platz schauen. Dort soll auch das große Fan-Fest der Fans stattfinden.
Wer hilft? Die mexikanische Regierung verhandelt bereits mit der Lehrergewerkschaft. Kürzlich einigte sie sich mit der Gewerkschaftsspitze auf neun Prozent mehr Gehalt. Trotzdem reicht das vielen Lehrerinnen und Lehrern nicht. Sie verdienen ungefähr 800 Euro im Monat – das ist für mexikanische Verhältnisse sehr wenig. Präsidentin Sheinbaum sagt, es solle keine Gewalt geben, und beschwichtigt: „Es gibt viel Provokationen. Sie provozieren und wollen, dass wir handeln und die Proteste niederschlagen." Die Sicherheitskräfte versuchen, weitere Eskalation zu verhindern, und die WM-Organisatoren geben sich zuversichtlich, dass das Turnier trotzdem sicher stattfinden kann.
