Über 200 Ökonominnen und Ökonomen, darunter 16 Nobelpreisträger, haben einen Brief veröffentlicht, in dem sie vor den Folgen von KI für den Arbeitsmarkt warnen.

Was ist passiert? Mehr als 230 Fachleute aus der Wirtschaft haben einen offenen Brief mit dem Titel "We Must Act Now" – auf Deutsch: "Wir müssen jetzt handeln" – veröffentlicht. Sie sagen: KI wird in den nächsten Jahren immer besser. Dadurch könnten in kurzer Zeit Millionen Jobs verschwinden, vor allem im Büro und im Dienstleistungsbereich. Das Tempo dieser Veränderung sei viel schneller als damals bei der Industriellen Revolution, als Maschinen die Fabriken eroberten.

Wer hilft? Unter den Unterzeichnern sind bekannte Forscher wie die Nobelpreisträger Daron Acemoglu und Simon Johnson, der frühere Google-Chef Eric Schmidt und Jack Clark, Mitgründer des KI-Unternehmens Anthropic. Sie schlagen vor, dass KI so gebaut werden soll, dass sie Menschen unterstützt, statt sie zu ersetzen. Das schwedische Finanzunternehmen Klarna hat das bereits ausprobiert: Erst sollten Computer viele Aufgaben übernehmen, dann hat man dort doch wieder mehr Menschen eingestellt. Auch der deutsche Digitalminister Karsten Wildberger sagt: Deutschland muss sich auf große Veränderungen vorbereiten, glaubt aber, dass durch KI auch neue Jobs entstehen.