Die Europäische Zentralbank sagt: Wegen des Kriegs im Nahen Osten steigen die Preise im Euroraum schneller – und die Wirtschaft wächst langsamer.
Stell dir vor, du kaufst nächste Woche ein Eis – und plötzlich kostet es 20 Cent mehr. Genau so etwas passiert gerade in vielen Ländern Europas. Die Europäische Zentralbank (kurz EZB) hat ihre Vorhersage aktualisiert: Für dieses Jahr rechnet sie mit einer Inflation von 3,0 Prozent. Das bedeutet, dass Dinge wie Benzin, Heizung oder Schokolade im Durchschnitt teurer werden. Im März lag die Prognose noch bei 2,6 Prozent – jetzt wurde sie also nach oben korrigiert. Der Grund: Der Krieg im Nahen Osten treibt die Energiepreise nach oben, und das wirkt sich auf viele andere Produkte aus.
Die EZB schaut aber nicht nur auf die Preise, sondern auch darauf, wie stark die Wirtschaft wächst – also ob Unternehmen mehr produzieren und Leute mehr Geld ausgeben. Hier sind die Nachrichten weniger gut: Für 2026 erwartet die Notenbank nur noch 0,8 Prozent Wachstum, und im ersten Quartal ist die Wirtschaft im Euroraum sogar leicht geschrumpft. Das Ziel der EZB ist eigentlich eine Inflation von 2,0 Prozent. Das soll die Kaufkraft erhalten – also sicherstellen, dass dein Geld morgen noch ungefähr genauso viel wert ist wie heute. Doch dieses Ziel wird laut Prognose erst 2028 wieder genau erreicht.
