Die Weltbank sagt: 2026 wird das schwächste Wachstumsjahr seit der Pandemie, und viele arme Länder verlieren weiter den Anschluss.

Was ist passiert? Die Weltbank – eine große Entwicklungsbank mit Sitz in Washington – hat ihre Prognose für 2026 erneut nach unten korrigiert. Die Weltwirtschaft wächst dieses Jahr voraussichtlich nur um 2,5 Prozent. Das ist weniger als in den 2010er-Jahren und das schwächste Ergebnis seit Beginn der Corona-Pandemie 2020. Schuld daran sind vor allem hohe Preise für Energie und ein Konflikt im Nahen Osten, der den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark gestört hat. Dadurch können Waren schlechter transportiert werden, und vieles wird teurer. Die Inflation – also der Preisauftrieb – liegt 2026 laut Weltbank bei rund 4 Prozent, nach 3,3 Prozent im Vorjahr.

Besonders hart trifft es ärmere Länder. Die Weltbank schätzt, dass etwa die Hälfte aller Länder, die von Konflikten betroffen sind, Ende 2026 weniger Geld haben werden als noch vor der Pandemie. Bei den Ländern mit niedrigem Einkommen ist es ungefähr ein Drittel, und ein Viertel aller Entwicklungsländer wird sogar ärmer sein als 2019. Das bedeutet konkret: Menschen dort haben weniger zum Essen, zum Wohnen und für die Schule. Für den Internationalen Währungsfonds (IWF) sieht es etwas besser aus – er rechnet 2026 mit 3,1 Prozent Wachstum, aber nur, wenn der Konflikt im Nahen Osten begrenzt bleibt und sich die Wirtschaft bis Mitte 2026 wieder beruhigt.