Ein Konflikt zwischen den USA und dem Iran, steigende Ölpreise und eine wichtige Zinsentscheidung der EZB sorgen derzeit für Unruhe an den Finanzmärkten.
Was ist passiert? Zwischen den USA und dem Iran ist die Lage sehr angespannt. Nach neuen US-Angriffen auf Ziele im Iran hat das iranische Militär die Straße von Hormus gesperrt – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für Öl. US-Präsident Donald Trump hat Vergeltung angekündigt. Die Folge: Der Ölpreis ist deutlich gestiegen, und an den Börsen in Asien und Europa ging es am Donnerstag deutlich bergab. Der deutsche Leitindex DAX wurde mit Verlusten erwartet. „Jedes Schiff, das die Passage nutzen wolle, werde angegriffen", hieß es aus dem iranischen Staatsfunk.
Wer hilft oder handelt? Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich genau heute mit der Frage, was die steigenden Energiepreise für die Wirtschaft und die Inflation bedeuten. Fast alle Experten rechnen damit, dass die EZB die Zinsen anhebt – also Geld teurer macht. Das ist ein Werkzeug, um Inflation zu bekämpfen. Analysten wie Arnaud Mares von der Citigroup beobachten die Signale aus Frankfurt sehr genau. Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners sagt zudem, dass viele davon ausgehen, dass Trump sich bei der heute startenden Fußball-WM als „Friedenspräsident" inszenieren will und eine dauerhafte Eskalation deshalb weniger wahrscheinlich ist.
