Forscherinnen und Forscher aus Wien haben herausgefunden, dass es in der Stadt heute nur noch halb so viele verschiedene Taufliegenarten gibt wie noch vor 30 Jahren.

Taufliegen sind die kleinen Brummer, die sich im Sommer über reifes Obst hermachen. Ein Team vom Naturhistorischen Museum Wien hat sie im Großraum Wien mit einfachen Fallen eingesammelt – und sie zählen gelassen. Das Ergebnis: Vor rund 30 Jahren gab es dort ungefähr doppelt so viele verschiedene Arten wie heute. Der Rückgang liegt laut Leiter Martin Kapun bei mehr als 47 Prozent. Insgesamt haben die Forschenden mehr als 18.000 Fliegen untersucht und 13 Arten entdeckt.

Was sich verändert hat: Zwei Arten, nämlich Drosophila mercatorum und D. melanogaster, kommen heute super oft vor. Andere, seltenere Arten sind dagegen fast verschwunden. Kapun sagt, dass vor allem Arten überleben, die gut mit dem Menschen klarkommen – zum Beispiel in Wohnungen oder rund um Müll. Arten, die empfindlicher auf Veränderungen reagieren, haben es schwerer.