In Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln soll es seit dem Frühjahr etwas entspannter zugehen – eine Kampagne der Wiener Linien zeigt erste Erfolge.

Die Wiener Linien haben im Frühling die Aktion "Host kan Genierer" gestartet. Damit wollen sie, dass sich alle Fahrgäste in U-Bahn, Bim und Bus besser benehmen. Am Anfang wurden sogar mehr Verstöße gemeldet, wahrscheinlich weil alle genauer hingeschaut haben. Im Mai waren es dann aber wieder weniger Beanstandungen als im April. Das werten die Verantwortlichen als Zeichen, dass die Kampagne wirkt.

Die häufigsten Probleme: Hunde ohne Maulkorb, Essen im Wagon und Musizieren. Dafür gibt es Regeln, die eingehalten werden sollen. Wer sich nicht daran hält, wird vom Personal freundlich darauf angesprochen. Viele Leute reagieren laut den Wiener Linien verständnisvoll, wenn man sie höflich erinnert.

Die Stadträtin Ulli Sima und die Chefin der Wiener Linien, Alexandra Reinagl, finden: Das Thema Respekt geht uns alle an. Sie wollen weiterhin darauf aufmerksam machen, zum Beispiel mit Plakaten und Aktionen in den Fahrzeugen. Auch du kannst mithelfen: Sei höflich, halte Rücksicht auf andere, und wenn dir etwas auffällt, sprich es ruhig an.