Ein geplantes Hochhaus am Heumarkt in Wien braucht eine umfassende Umweltprüfung – das hat jetzt auch das höchste Verwaltungsgericht entschieden.
In Wien soll am Heumarkt, direkt neben dem Konzerthaus und dem Hotel Intercontinental, ein Hochhaus gebaut werden. Das Projekt ist nicht neu: Schon seit Jahren ärgern sich Umweltschützer darüber. Nun hat der Verwaltungsgerichtshof, das ist das höchste Verwaltungsgericht in Österreich, gesagt: Stopp. Das Projekt kann nicht einfach so gebaut werden, sondern muss eine sogenannte Umweltverträglichkeitsprüfung (kurz UVP) durchlaufen. Dabei wird genau untersucht, welche Auswirkungen das Gebäude auf die Umwelt und das Stadtbild hat.
Wien steht seit 2017 auf der Roten Liste der UNESCO. Das bedeutet: Die Stadt gilt als gefährdetes Weltkulturerbe, weil die Experten finden, dass moderne Hochhäuser den historischen Charakter der Innenstadt bedrohen. Gerade tagt das UNESCO-Komitee im südkoreanischen Busan und diskutiert, ob Wien weiter auf dieser Liste bleibt. Dafür, dass Wien von der Liste gestrichen wird, müssten sich zwei Drittel der 21 Mitgliedstaaten dafür aussprechen – das ist sehr unwahrscheinlich.
