In Busan beraten diese Woche 21 Länder darüber, ob Wien weiter auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes bleibt.

Seit 2017 steht das Historische Zentrum von Wien auf der Roten Liste der UNESCO. Der Grund ist ein großes Bauprojekt am Heumarkt, bei dem auch hohe Türme gebaut werden sollen. Die UNESCO-Experten finden, dass diese Türme nicht zum alten Stadtbild passen.

Die UNESCO hat Fachleute, die ICOMOS heißen. Sie haben sich die Pläne angeschaut und empfehlen, Wien weiter auf der Roten Liste zu lassen. In den letzten Jahren hat sich das Welterbekomitee fast immer an diese Empfehlung gehalten.

Österreich hat in den letzten Wochen versucht, die Mitglieder des Komitees umzustimmen. Es gab sogar einen Werbefilm, den die Baufirma Wertinvest produziert hat. Die FPÖ hat das kritisiert und gesagt: "Die Fachgremien lassen sich weder von Imagefilmen noch von Hinterzimmerdiplomatie beeindrucken."