Ein früherer Chef der Wiener Meinl Bank hat vor einem Gericht in New York zugegeben, beim großen Odebrecht-Bestechungsskandal mitgemacht zu haben.

Was ist passiert? Peter Weinzierl, der frühere Chef der Wiener Meinl Bank, hat in New York ein Teilgeständnis abgelegt. Das bedeutet: Er hat eingeräumt, dass er bei bestimmten Geldtransaktionen im Zusammenhang mit dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht geholfen hat. Insgesamt ging es um rund 170 Millionen Dollar. Weinzierl sagte vor Gericht, dass ihm klar war, dass dieses Geld aus einem kriminellen System stammte. Er entschuldigte sich und sagte: "Ich weiß, dass das falsch und illegal war und ich bereue meine Handlungen zutiefst."

Wer hilft? Die Aufarbeitung läuft schon seit Jahren. Ermittlerinnen und Ermittler in mehreren Ländern haben den Odebrecht-Skandal aufgedeckt, der 2014 im Zuge der großen brasilianischen Anti-Korruptionsaktion "Lava Jato" (Operation Autowäsche) ans Licht kam. Odebrecht hat bereits 2,6 Milliarden Dollar Strafe bezahlt. Das New Yorker Gericht hat zugesagt, das Strafmaß für Weinzierl am 1. Oktober zu verkünden, und die US-Staatsanwaltschaft empfiehlt eine Höchststrafe von 60 Monaten.