In Wels hat ein Prozess gegen vier Männer begonnen, die Bankomaten in Österreich gesprengt haben sollen. Drei haben Teile der Vorwürfe zugegeben.

Vier Männer stehen in Wels vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im Jahr 2025 mehrere Bankomaten in Wels, Gmunden, Wien und Brunn am Gebirge gesprengt zu haben. Dabei sollen sie mehr als 500.000 Euro gestohlen und großen Schaden angerichtet haben. Drei der Angeklagten haben am Dienstag Teile der Vorwürfe eingeräumt. Wegen einer unvollständigen Akteneinsicht wurde das Verfahren gegen einen Angeklagten vorerst ausgeschieden.

Die Polizei und die Justizwache haben den Prozess mit großem Aufwand gesichert. Im Schwurgerichtssaal sitzen zehn Justizwachebeamte, die Männer tragen Sturmhauben mit Sehschlitzen, um ihre Identität zu schützen. Auch vor dem Gerichtsgebäude sind viele Polizisten im Einsatz. Die Staatsanwältin spricht von einem „Paradebeispiel organisierter Kriminalität“. Die Männer haben laut Strafregister in Holland bereits Vorstrafen, etwa wegen Diebstahl, Hehlerei und Geldwäsche.