Der Gründer der geplatzten Kryptobörse FTX sitzt eine 25-jährige Haftstrafe ab und hat trotzdem ein offizielles Gesuch an den US-Präsidenten geschickt.

Was ist passiert? Sam Bankman-Fried hat die Kryptobörse FTX mit aufgebaut, eine der größten Plattformen für digitale Währungen wie Bitcoin. Ende 2022 ist FTX spektakulär zusammengebrochen. Ein Gericht in New York hat ihn 2024 in sieben Anklagepunkten für schuldig befunden, weil er Kundeneinlagen veruntreut und für riskante Wetten, Parteispenden und Luxuskäufe missbraucht haben soll. Die Strafe: 25 Jahre Gefängnis. Nun hat er ein offizielles Gnadengesuch an die US-Regierung geschickt – aber er bittet ausdrücklich nicht darum, früher freizukommen.

Wer hilft? Sein Gnadengesuch läuft über das US-Justizministerium, das solche Anträge prüft. Parallel läuft eine Berufung am Bundesberufungsgericht, bei der seine Anwälte erreichen wollen, dass das Urteil noch einmal überprüft wird. Außerdem kontrollieren Gerichte, ob Verfahren fair ablaufen – so hat ein Richter zum Beispiel kritisiert, dass Bankman-Frieds Mutter das Richterbüro kontaktiert hat, was im US-Recht nicht erlaubt ist.