Eine große Studie aus Wien zeigt, dass immer mehr queere Menschen im Job offen mit ihrer Identität umgehen.

In Wien haben 4.581 Menschen an einer Umfrage zum Thema Outing am Arbeitsplatz teilgenommen. Die Befragung lief von Juni bis November 2024. Die Forscherin Viktoria Eberhardt vom Institut für Konfliktforschung hat sich die Ergebnisse genau angeschaut.

Das Ergebnis ist ziemlich erfreulich: Drei Viertel der Befragten sind zumindest einer Person am Arbeitsplatz gegenüber offen. Vor allem gegenüber Chefs und Chefinnen ist die Offenheit stark gestiegen – von etwa einem Drittel im Jahr 2015 auf zwei Drittel im Jahr 2025.

Trotzdem ist nicht alles perfekt: 13 Prozent der Befragten haben mit niemandem im Job über ihre Identität gesprochen. 2015 war dieser Anteil mit 30 Prozent aber noch mehr als doppelt so hoch. Wien gilt der Studie zufolge als "out at work" – also als eine Stadt, in der Offenheit am Arbeitsplatz verbreiteter ist als anderswo.