Forschende haben berechnet, dass sich die Viehzucht bis 2050 um rund 42 Prozent verringern könnte, wenn Menschen weltweit gesünder und pflanzenbetonter essen.

Stell dir vor, die ganze Welt ändert langsam, was auf dem Teller landet: mehr Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte, weniger Rind, Lamm und Ziege. Genau das hat ein internationales Forscherteam in Modellen durchgespielt – mit dem Ergebnis, dass die Zahl der Wiederkäuer um etwa 400 Millionen Tiere sinken könnte. Das entspricht rund 42 Prozent weniger Viehzucht als heute. Auch die Acker- und Weideflächen würden kleiner, insgesamt etwa sechs Prozent weniger als 2020.

Der Clou: Es geht nicht nur ums Klima. Wenn weniger Fleisch produziert wird, entstehen weniger Treibhausgase wie Methan und Lachgas. Die Emissionen aus der Landwirtschaft könnten um etwa ein Drittel sinken, die aus der Viehzucht sogar um bis zu 85 Prozent. Gleichzeitig würden laut EAT-Lancet-Kommission bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle pro Jahr vermieden, weil Menschen sich gesünder ernähren.