Die Landwirtschaftsministerinnen und -minister der EU haben sich in Brüssel getroffen, um über die Situation von Frauen auf Bauernhöfen und über neue Pläne für mehr Eiweißpflanzen aus Europa zu sprechen.
Beim Treffen ging es vor allem um die Lage der Bäuerinnen. Frauen auf Bauernhöfen arbeiten oft rund um die Uhr und müssen gleichzeitig Kinder oder ältere Familienmitglieder versorgen. Österreichs Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sagte, dass sich die Realitäten auf den Höfen verändert hätten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Bäuerinnen genauso möglich sein müsse wie für andere Frauen.
Ein weiteres Thema war ein neuer Plan der EU für mehr Eiweißpflanzen wie Soja oder Erbsen. Heute werden etwa drei Viertel dieser Pflanzen aus Ländern außerhalb der EU importiert. Der Plan sieht vor, den Anteil europäischer Eiweißpflanzen bis 2035 deutlich zu steigern. Österreich baut bereits viel Soja an und gehört nach Angaben des Ministers zu den drei größten Sojabauern in der EU.
Außerdem sprachen die Minister über eine neue Tierhaltungsstrategie. Sie soll Bauern helfen, mit steigenden Kosten, dem Klimawandel und neuen Tierseuchen besser zurechtzukommen. Totschnig forderte, dass die Regeln für Tierhaltung in allen EU-Ländern fairer werden, damit österreichische Betriebe mit hohen Standards nicht benachteiligt werden.
Warum ist das für dich wichtig?
Die Beschlüsse betreffen, was auf euren Tellern landet, wie Tiere gehalten werden und welche Chancen junge Frauen auf Bauernhöfen haben.
