In der Türkei wurden bei neuen Razzien 17 Personen festgenommen, darunter Funktionäre großer Istanbuler Vereine.

Im türkischen Fußball läuft gerade eine riesige Untersuchung. Die Polizei hat bei Razzien in mehreren Städten insgesamt 17 Menschen festgenommen. Darunter sind laut der Nachrichtenagentur Anadolu auch Vereinsverantwortliche der bekannten Istanbuler Erstligisten Galatasaray und Besiktas. Schon im Dezember waren 29 Haftbefehle ausgestellt worden, unter anderem gegen den damaligen Vize-Präsidenten von Galatasaray, Erden Timur. Der Vorwurf: illegale Sportwetten und Spielmanipulation, also das gezielte Beeinflussen von Spielergebnissen. Die Behörden schauen sich dabei den Zeitraum von 2020 bis 2026 an. Betroffen sind auch Schiedsrichter und mehr als 1.000 Spieler aus verschiedenen Ligen, die für die Dauer der Ermittlungen gesperrt wurden. Schon im Oktober hatte der türkische Fußballverband (TFF) erklärt, dass zunächst 152 Schiedsrichter selbst Wetten platziert haben sollen. Im Verband gab es deshalb mehrere Rücktritte.