Forschende aus der Schweiz haben eine Idee: Wetterradare sollen erkennen, wann viele Vögel fliegen – und die Windräder dann kurz ausschalten.
Stell dir vor, ein Windrad bleibt für ein paar Minuten stehen, weil ein Vogelschwarm vorbeifliegt. Genau das schlägt eine neue Studie aus der Schweiz vor. Forschende der WSL, dem Institut für Wald, Schnee und Landschaft, haben sich angeschaut, wie man Vögel und Windräder besser zusammenbringen kann. Das Problem: Windräder liefern sauberen Strom, aber viele Vögel sterben, wenn sie gegen die Rotorblätter fliegen.
Die Lösung kommt ausgerechnet von Wetterradaren. Diese grossen weissen Kugeln auf Türmen scannen den Himmel und messen normalerweise Regen und Schnee. Aber sie fangen auch Signale von allem anderen in der Luft auf – zum Beispiel von Vögeln. In Europa gibt es rund 200 solcher Anlagen, die den Himmel im Abstand von etwa 15 Minuten abtasten. Das Team hat Daten aus Deutschland, Frankreich und den Benelux-Ländern aus dem Jahr 2018 ausgewertet.
