In Österreich bewerben sich gerade 17.000 junge Frauen und Männer um 1.950 Medizin-Studienplätze – und viele, die es schaffen, kommen aus Familien, in denen Arzt oder Ärztin schon ein vertrauter Beruf ist.

Stell dir vor, du bewirbst dich für einen Studienplatz Medizin. In Österreich ist die Nachfrage riesig: 17.000 junge Frauen und Männer haben sich beim MedAT-Test gemeldet, aber es gibt nur 1.950 Plätze. Im Schnitt schaffen es vier von zehn Bewerberinnen und Bewerbern beim ersten Versuch. Manche probieren es zweimal oder sogar dreimal, bis sie einen Platz bekommen.

Eine Befragung an den Medizin-Unis zeigt: 45 Prozent der Studienanfängerinnen und -anfänger haben Ärztinnen oder Ärzte in der eigenen Familie. Bei 20 Prozent ist der Vater Arzt, bei 6 Prozent die Mutter. Auch insgesamt kommen Medizinstudierende häufiger aus Elternhäusern, in denen mindestens ein Elternteil selbst studiert hat.

Gleichzeitig gilt: Wer einmal einen Platz hat, schließt das Studium auch sehr oft erfolgreich ab – mehr als acht von zehn schaffen das Diplom, egal aus welchem Elternhaus sie kommen. Es gibt also Wege, aber der Einstieg ist hart, wenn man zu Hause nicht schon Vorerfahrung mitbringt.