Weil viele Länder ihre Hilfsgelder stark kürzen, können Frauenorganisationen in Krisengebieten immer weniger für Mädchen und Frauen tun.

Stell dir vor, du lebst in einem Land, in dem Krieg herrscht oder eine Hungersnot droht. Genau dann brauchen Mädchen und Frauen besonders viel Hilfe: sichere Räume, medizinische Versorgung und Schulunterricht. Genau dort arbeiten viele Frauenorganisationen. Wegen riesiger Kürzungen der internationalen Entwicklungshilfe mussten aber laut einem neuen Bericht der UN-Frauenorganisation UN Women seit Anfang 2025 mindestens eine Million Frauen und Mädchen auf solche Hilfen verzichten. Die Zahl von einer Million Betroffenen gilt laut UN Women erst als Anfang – die tatsächliche Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein.

UN Women appelliert mit dem Bericht an Regierungen, ihre Kürzungen zurückzunehmen. Sofia Calltorp von UN Women erklärte in Genf, dass Frauenorganisationen „an vorderster Front in den komplexesten und gefährlichsten Krisen der Welt“ arbeiteten, etwa in Afghanistan, dem Gazastreifen, der Demokratischen Republik Kongo, dem Sudan und dem Jemen. Außerdem spricht die UN-Organisation mit Stiftungen und verbliebenen Gebern, um eine Brückenfinanzierung für die wichtigsten Programme aufzubauen. Auch andere Hilfswerke und lokale Initiativen versuchen, mit Spenden und Freiwilligen Lücken zu schließen, die der Staat lässt.

Was kannst du tun? Informiere dich über Hilfsorganisationen, die Frauen und Mädchen weltweit unterstützen, zum Beispiel über ihre Webseiten, Newsletter oder Social-Media-Kanäle. Viele von ihnen freuen sich über Spenden, Posts oder ehrenamtliche Hilfe. In der Schule oder im Freundeskreis kannst du das Thema ansprechen, damit andere verstehen, wie wichtig diese Arbeit ist. Schon eine kleine Aktion kann Aufmerksamkeit schaffen und Druck auf Entscheidungsträger erzeugen.