In Niedersachsen wird es laut einer neuen Prognose bis 2040 vielerorts weniger Hausärztinnen und Hausärzte geben – vor allem auf dem Land.
Was ist passiert? Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat zusammen mit der Leibniz Universität Hannover ausgerechnet, wie viele Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2040 in Niedersachsen arbeiten werden. Das Ergebnis: Es könnten weniger Hausärzte sein als heute. Besonders in Südniedersachsen, zum Beispiel rund um Osterode am Harz, Bad Harzburg, Hann. Münden, Duderstadt und Clausthal-Zellerfeld, könnte die Lage eng werden. Auch Fachärzte wie Frauenärzte, Augenärzte oder Kinder- und Jugendärzte fehlen laut KVN dann häufiger. Heute gibt es in Niedersachsen 5.241 Hausärzte.
Wer hilft? Die KVN und das Land Niedersachsen haben das Problem erkannt. Das Land hat bereits einen Zehn-Punkte-Plan gestartet, um junge Ärztinnen und Ärzte aufs Land zu holen. Außerdem zahlt die KVN Geld in ein Förderprogramm, zum Beispiel für neue Praxen oder für Ärzte, die eine Praxis übernehmen. Die Universitätsstadt Göttingen bleibt voraussichtlich gut versorgt, weil dort viele Studierende und Kliniken sind.
