Viele Gemeinden in Niederösterreich haben finanzielle Probleme – deshalb werden Projekte und Angebote gestrichen, die auch dich betreffen.

Was ist passiert? Fast die Hälfte aller Gemeinden in Niederösterreich – 304 von ihnen – hat zu wenig Geld. Damit sie nicht völlig in Schieflage geraten, müssen sie einen Plan vorlegen: Sie zeigen dem Land, wofür sie Geld ausgeben und wie sie neue Einnahmen bekommen wollen. Konkret heißt das: In Krumbach gibt es heuer niemanden, der das Schwimmbad betreut. In Mödling ist die Eislaufhalle geschlossen. In St. Valentin wird eine Radwegbrücke vorerst nicht gebaut. Und in Nußdorf ob der Traisen wartet der Ortskern seit zehn Jahren auf eine Modernisierung, die rund 4,7 Millionen Euro kosten würde.

Wer hilft? Das Land Niederösterreich hat sich Ende Juni mit den Städten und Gemeinden auf ein neues Finanzierungsmodell für 2027 und 2028 geeinigt. Bestimmte Umlagen, die jede Gemeinde zahlen muss, steigen nicht mehr so stark wie zuvor. Zum Beispiel soll die Sozialhilfeumlage 2027 gleich bleiben und 2028 nur um etwa 1,7 Prozent steigen. Finanzlandesrat Anton Kasser sagt: „Es ist wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und die finanzielle Ausgestaltung dieser Leistungen auch langfristig abzusichern.“ So soll mehr Planungssicherheit entstehen – auch wenn das Grundproblem laut Gemeindebund noch nicht gelöst ist.