In mehreren Städten in Brandenburg werden Geburtsstationen geschlossen, der Hebammenverband warnt vor Risiken für Schwangere und vor längeren Wegen zur nächsten Klinik.
Was ist passiert? In Potsdam schließt das St. Josefs-Krankenhaus am 1. August seine Geburtshilfe. Schon vorher wurden die Kreißsäle in Ludwigsfelde, Strausberg und Forst geschlossen. Der Hebammenverband sagt: Wenn Geburtsstationen fehlen, müssen Schwangere weitere Wege zur nächsten Klinik fahren. Das erhöht das Risiko, dass eine Geburt unterwegs oder zu Hause ohne medizinische Hilfe passiert. Außerdem suchen Familien die Klinik oft viel zu früh auf, aus Angst, es nicht rechtzeitig zu schaffen, und das kann laut Verband die Zahl medizinischer Eingriffe erhöhen.
Wer hilft? Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam betont, dass die Geburtshilfe in Potsdam weiter verlässlich sichergestellt sei. Personelle und räumliche Voraussetzungen würden geschaffen, das Team bereite sich intensiv auf die kommenden Veränderungen vor. Hebammen in den verbleibenden Kliniken wollen den Mehraufwand auffangen und bei ihren Vorgesetzten für zusätzliches Personal werben. Der Hebammenverband macht auf die Probleme aufmerksam und fordert, die Folgen für Schwangere und Geburtshelfer ernst zu nehmen.
Was kannst du tun? Wenn du jemanden in deiner Familie oder im Freundeskreis hast, der schwanger ist, informiere dich gemeinsam mit ihr über die nächste erreichbare Geburtsklinik und plant den Weg frühzeitig ein. Du kannst aufmerksam Berichte verfolgen, damit du weißt, welche Angebote es in eurer Region gibt. Wenn du dich für das Thema Geburtshilfe interessierst, kannst du dich über den Hebammenverband oder lokale Initiativen informieren, die sich für den Erhalt von Geburtsstationen einsetzen.
