Im ersten Halbjahr 2026 mussten in Österreich 3.401 Unternehmen aufgeben – 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Gläubigerschutzverband KSV1870 mitteilte.
Was ist passiert? In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 sind in Österreich 3.401 Firmen pleitegegangen. Das klingt nach viel – und ist es auch. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 sind es aber 2,6 Prozent weniger. Das ist ein kleiner Lichtblick. Trotzdem sagen Expertinnen und Experten vom KSV1870: Die Zahl bleibt auf einem sehr hohen Niveau, das es in Österreich früher nur selten gab. Rund 9.800 Beschäftigte sind von den Pleiten betroffen, also Menschen, die ihren Job verlieren oder bangen müssen. Besonders stark betroffen sind die Branchen Handel, Baugewerbe und Gastronomie. Sie machen zusammen 44 Prozent aller Pleiten aus.
Wer hilft? Der KSV1870 beobachtet die Lage genau und veröffentlicht regelmäßig Zahlen. Der Verband hat auch vorgeschlagen, über alternative Modelle zur Abwicklung von Pleiten zu reden – also bessere Wege zu finden, wie eine Firma geordnet abgewickelt werden kann, damit weniger Schaden entsteht. Außerdem wurde Anfang 2026 ein neues Gesetz, der sogenannte Klassenkonkurs, eingeführt. Es soll verhindern, dass betrügerische Firmen sich durch eine Insolvenz retten können. Fachleute prüfen gerade, welche Auswirkungen dieses Gesetz auf die Zahl der Anträge hat.
