Das Friedensforschungsinstitut SIPRI schlägt Alarm: Die Regeln für Atomwaffen bröckeln, und die Zahl der einsatzbereiten Sprengköpfe steigt.

Was ist passiert? Das Forschungsinstitut SIPRI aus Stockholm hat seinen neuen Jahresbericht veröffentlicht. Die wichtigste Nachricht: Auf der Welt gibt es etwa 12.187 Atomwaffen. Die Zahl der einsatzbereiten Sprengköpfe steigt, und die Verträge zwischen den großen Atommächten laufen aus. Das bedeutet, dass Länder wie die USA und Russland sich nicht mehr gegenseitig kontrollieren dürfen. SIPRI-Chef Karim Haggag sagt klar: „Wir erleben gerade den Zusammenbruch der nuklearen Rüstungskontrolle.“

Wer hilft? Forschungseinrichtungen wie SIPRI schaffen Fakten und machen das Thema sichtbar. Regierungen können durch neue Verträge handeln, zum Beispiel indem sie Verhandlungen über Rüstungsbegrenzung wieder aufnehmen. Auch internationale Organisationen, Diplomaten und die Zivilgesellschaft setzen sich dafür ein, dass Atomwaffen eingedämmt werden. Haggag erinnert daran, dass es im Kalten Krieg ein ausgeklügeltes System der Rüstungskontrolle gab – daran kann man anknüpfen.