In Österreich wird gerade diskutiert, wie der Wehrdienst in Zukunft aussehen soll – und die Parteien sind sich nicht einig.
Die NEOS, die SPÖ und die ÖVP verhandeln über eine Reform des Wehrdienstes. Es geht darum, wie lange junge Menschen beim Bundesheer dienen sollen und ob es weiter eine Pflicht geben soll. Die NEOS wollen lieber ein Freiwilligenmodell nach schwedischem Vorbild, bei dem sich alle – Männer und Frauen – registrieren müssen. Die SPÖ setzt sich für ein „6+2-Modell“ ein: sechs Monate Grundwehrdienst plus zwei Monate Übungen.
Der Milizbeauftragte Erwin Hameseder findet das NEOS-Modell „völlig inakzeptabel“. Er sagt, sechs Monate Ausbildung reichten nicht aus, um Soldaten auf das moderne Gefechtsfeld vorzubereiten. Auch eine Berufsarmee lehnt er ab – Umfragen zeigten, dass die Bevölkerung das nicht wolle. Die Grünen kritisieren das Hin und Her als Zeichen einer handlungsunfähigen Regierung.
Bundeskanzler Christian Stocker hat angekündigt, dass bis zum Sommer eine grundsätzliche Einigung stehen soll. Die NEOS haben laut Kronenzeitung ihre Ablehnung eines „6+2“-Modells inzwischen aufgegeben. Wie die Reform am Ende aussieht, ist aber noch offen.
Warum ist das für dich wichtig?
Wenn du in den nächsten Jahren wehrpflichtig wirst, entscheidet diese Reform, wie dein Dienst aussehen könnte.
